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3000 Mal Sicherheit durch Polizei und Ehrenamt

Rainer Feller heißt der ehemalige Polizeihauptkommissar, der mit seinen Kollegen Dieter Moors und Ralf Wentland 2008 die Idee hatte, innovativer gegen die Bilanz der tödlichen Motorradunfälle vorzugehen.

Nach vielen Überlegungen, dem Wegräumen von Widerständen und Zerschlagung der Selbstzweifel, brachte er den Limitergedanken zum Leben.

Die Idee: Wie kommt die Polizei ohne erhobenen Zeigefinder und Sanktionen in die Köpfe von Motorradfahrenden, um sie für die Gefahren des Motorradfahrens zu sensibilisieren.

Es entstand der Slogan: „Am Limit lenkt der Zufall.“

Die Antwort war ja eigentlich naheliegend: Durch Begegnung auf Augenhöhe und gemeinsames Motorradfahren.
Gesagt, getan.
Zunächst wurden entsprechende Motorradtreffs wie das Café Hubraum besucht, um den Kontakt zwischen Polizei und Bikern herzustellen.
Im Folgenden wurden kleine Gruppen von Motorradfahrenden, begleitet von Polizeikrädern, durch das wunderschöne Bergische Land geführt und auf sicherheitsrelevante Themen wie Sichtbarkeit, angepasstes Tempo, Kurventechnik und das Verhalten an einer Unfallstelle aufmerksam gemacht.

Dieses Konzept ging so gut auf, dass schon bald klar wurde: Ohne Hilfe geht es nicht.

So wurden aus den Teilnehmenden die Limiter.
Aus der Gruppe von Gleichgesinnten wurden besonders motivierte und geeignete Limiter ausgewählt und durch praktische, wie auch theoretische Fortbildungen zu Tourguides ausgebildet.
Auch die Zusammenarbeit mit den ehrenamtlich Tätigen der Johanniter stärkte diese Gemeinschaft und brachte die Idee auch inhaltlich weiter.

Die Initiative wurde dadurch immer größer und bekannter, so dass auch das Innenministerium darauf aufmerksam wurde und die Idee und Umsetzung durch Rainer Feller und seine Kollegen/innen 2013 mit dem „Landespreis Innere Sicherheit“ ausgezeichnet wurde.

Nach dem Ausscheiden von Rainer Feller aus dem aktiven Dienst übernahm 2018 Polizeihauptkommissar Ralph Geeven mit seinem Team den Staffelstab.
Der Kreis der Limiter wuchs, bis Corona alles zu zerschlagen drohte.

Doch: Totgeglaubte leben länger und die Limiter bewiesen, dass ihr Engagement keine Eintagsfliege war.
Ja, viel mehr hatte man den Eindruck, dass sich die Motorradfahrenden danach sehnten, endlich wieder in Gruppen gemeinsame Erlebnisse zu haben.

Die Sicherheitstage etablierten sich und sprachen sich in Motorradkreisen herum.
Der Bekanntheitsgrad wuchs und geht heute weit über das „Bergische“ hinaus.

Nun schreiben wir das Jahr 2026 und stellen fest, dass der Idee von Rainer Feller im Jahr 2008, bis heute bereits 3000 Fahrbegeisterte an den von Polizei, Limitern und Johannitern durchgeführten Sicherheitstagen gefolgt sind.

Die Reaktionen der Teilnehmenden geben den Organisatoren bei jeder Ausfahrt die Motivation, auch beim nächsten Mal wieder der Familie einen Korb zu geben, das Fußballspiel zu verpassen, oder den Ausflug mit den Freunden zu versäumen.

Der Dank dafür:

  • Teilnehmende, die sich für einen schönen Tag voller Eindrücke bedanken und in den meisten Fällen abends die Veranstaltung sensibilisierter verlassen, als sie morgens angekommen sind.
  • Familien, die abends ihren Partner, ihr Elternteil und liebe Angehörige wohlbehalten in die Arme schließen können.

Und vielleicht konnten die Organisatoren, alle gemeinsam durch ihr Engagement, den ein oder anderen Unfall vermeiden.
Wir werden es nie erfahren, aber der Gedanke daran lässt sie weitermachen.

Danke an Rainer Feller, Ralph Geeven und all ihre Kollegen.
Danke an die Johanniter und all die Limiter, die ihr Ehrenamt in den Dienst der Sicherheit Anderer stellen.
Und ein Dank gilt allen weiteren Unterstützern der Idee:
Elke Althäuser, Fischer und Böhm, Gasthof Eierkaal, Helite, Landhaus Orbach, Matthias Marsch, Irene Seidler, Deutsche Verkehrswacht…….